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Erstklässler durften ihren ersten Schultag erleben

14. September 2022

Pinkes, oranges oder auch lila Krepppapier hat dafür gesorgt, dass die Überraschung in den Schultüten noch ein Geheimnis bleibt.

(Quelle: Lena Seidenader)

Ihr seid heute die Stargäste der Schule“, begrüßte Schulleiter Andreas Wagner um Viertel nach acht die neuen Erstklässler der Grundschule St. Josef. „Ihr wart sicherlich ein wenig aufgeregt, doch jetzt ist es endlich soweit.“ Nur kurze Zeit später durften 19 Grundschüler der 1a auf ihrem Stuhl im Klassenzimmer Platz nehmen.

„Hier sind ja viele Gesichter, die ich gar nicht kenne“, sagte Stefanie Engl. Um ein braunes Papier-Lebkuchenherz reihten sich die bunten Namensschilder aller neuen Erstklässler: Xaver, Maxim, Maya, Fadil. „Ich möchte dich kennenlernen.“ Nach und nach entdeckte jeder seinen Namen und durfte sich diesen abholen.

Puppe Mimi ist nun Teil der Klasse

Ein Namensschild war jedoch noch übrig. „Ja, wo ist denn die Mimi?“, fragte Stefanie Engl ihre Schüler überrascht. Die wussten auch nicht, wo Mimi abgeblieben ist. „Mimi komm, wo versteckst du dich?“ „Vielleicht ist sie im Schrank?“ „Hinter dem Vorhang? Wir müssen sie suchen!“ Die Kinder schauten aufgeregt durch das Klassenzimmer. Doch auf einmal blitzte Mimi mit ihren braunen Strubbelhaaren und der blauen Latzhose aus einem Korb hervor. Die kleine Puppe wird die Grundschulkinder ab jetzt auf ihrem Schulweg begleiten. Und um Mimi zu zeigen, was sie können, durften die Erstklässler gleich einmal zählen: „Eins, zwei, drei, vier…“

„Die ist überhaupt nicht bunt“

Doch wie sieht Mimi eigentlich aus? „Sie hat blaue Hosenträger“, „Sie hat ein rot-weiß gestreiftes Hemd“ und auch gelbe Schnallen entdeckten die Kinder. „Ich hab‘ die Mimi für dich dabei. Aber schau mal, wie die Mimi aussieht.“ Stefanie Engl streckte eine grau-weiße Malvorlage in die Luft. „Die ist überhaupt nicht bunt“, entgegnete Magdalena. Schnell wurden die Federmäppchen mit vielen Stiften ausgepackt. Und auch eine Zeile für den Namen stand parat. Doch nicht jeder konnte diesen auf Anhieb aufs Papier bringen: „Deswegen sind wir ja hier“, sprach Stefanie Engl den Erstklässlern Mut zu.

So ganz einfach war der erste Schultag nicht für jeden. Einige Tränen mussten mit Umarmungen der Eltern und liebevollen Worten von Stefanie Engl getrocknet werden. Ein bisschen leichter wurde der Tag durch die Schultüten, die mit Süßigkeiten und Spielzeug gefüllt auf die Kinder warteten. „Ist das eine kleine Blumenwiese“, fragte Theo seine Mitschülerin. „Das sind Kleeblätter, die bringen mir Glück“, antwortet diese und zeigte auf ein glitzerndes, grünes Schaumstoff-Kleeblatt. Am heutigen Mittwoch geht es auch schon weiter: „Ich freu mich auf den Spielplatz.“ Denn dann steht die erste große Pause an. Einer der Erstklässler konnte sein Glück nicht fassen: „Ich freue mich so auf die Schule. Ich hab mich gestern schon so gefreut.“

Straubinger Tagblatt 14.09.2022

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